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ACHTUNG, die Polizei warnt wieder vor Telefonbetrug: Medizintrick und Polizeitrick nehmen derzeit im Bezirk Mistelbach zu!

Hände, die ein Telefon halten

© Pixabay

Derzeit kommt es wieder vermehrt zu Telefonbetrugsversuchen, bei denen Kriminelle mit perfiden Methoden versuchen, gutgläubige Mitbürgerinnen und Mitbürger um ihr Erspartes zu bringen. Besonders häufig treten aktuell der sogenannte „Medizintrick“ und der „Polizeitrick“ auf. In den vergangenen Wochen wurden von der Polizeidienststelle Mistelbach eine große Anzahl solcher Betrugsversuche im Bezirk Mistelbach festgestellt.

Beim Medizintrick nehmen die Täter telefonisch Kontakt auf und geben sich als Ärzte oder Mitarbeiter von Kliniken aus. Den Angerufenen wird wahrheitswidrig mitgeteilt, dass ein naher Angehöriger schwer oder sogar tödlich erkrankt sei. Um dessen Leben zu retten, sei angeblich ein sehr teures Medikament notwendig. Der geforderte Geldbetrag müsse rasch bezahlt und an einen Kurier der Klinik übergeben werden. Diese Geschichten sind frei erfunden – Kliniken würden niemals Bargeld über Kuriere einheben.

Beim Polizeitrick geben sich die Täter am Telefon als Polizisten aus, oft unter Verwendung einer gefälschten Telefonnummer, die jener der Polizei ähnelt (z. B. 059133). Häufig sprechen sie hochdeutsch und behaupten, ein Angehöriger habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Eine drohende Haftstrafe könne angeblich nur durch die sofortige Zahlung einer hohen Geldsumme abgewendet werden. Auch hierbei handelt es sich um Betrug – die echte Polizei würde niemals Geldforderungen stellen oder „Freikaufangebote“ machen.

Die Polizei ersucht eindringlich, auf solche Kontaktversuche nicht einzugehen, das Gespräch sofort zu beenden und den Vorfall zu melden. Grundsätzlich gilt: Begegnen Sie unbekannten Anrufern mit gesundem Misstrauen und erfüllen Sie keinesfalls deren Forderungen.

So können Sie sich schützen:

  • Lassen Sie sich durch Schockanrufe nicht aus der Ruhe bringen und versuchen Sie, den angeblich betroffenen Angehörigen selbst zu kontaktieren.
  • Weder Kliniken noch die Polizei holen Bargeld ab oder verlangen Zahlungen am Telefon.
  • Lassen Sie sich auf keine Diskussionen ein und machen Sie klar, dass Sie auf keine Forderungen eingehen.
  • Legen Sie sofort auf und verständigen Sie über den Notruf 133 die echte Polizei.

Durch Aufmerksamkeit, Besonnenheit und rasches Handeln können Sie sich und andere vor finanziellem Schaden schützen. Bitte informieren Sie auch Angehörige und Bekannte über diese Betrugsmaschen – besonders ältere Menschen sind häufig Ziel solcher Anrufe.

05.02.2026